Thursday, 17. May 2012
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Textbausteine und Beispiel einer Patientenverfügung PDF Drucken E-Mail


Textbausteine und Beispiel einer Patientenverfügung

   

1. Eingangsformel

„Ich …. ( Name, Vorname, geboren am, wohnhaft in ) bestimme hiermit für den Fall, dass ich meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann…..“

 
 

2. Beispielhafte Situationen, für die die Verfügung gelten soll

 

Wenn                        - ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im

                                   unmittelbaren Sterbeprozess befinde……

 

                                 - ich mich im Endstadium einer unheilbaren, tödlich

                                   verlaufenden Krankheit befinde , selbst wenn der

                                   Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist…

 

                                 - ich infolge einer Hirnschädigung meine Fähigkeit, Einsichten

                                   zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und mit anderen

                                   Menschen in Kontakt zu treten, nach Einschätzungen zweier

                                   erfahrener Ärzte aller Wahrscheinlichkeit nach

                                   unwiederbringbar verloren ist, selbst, wenn der Todeszeitpunkt

                                   noch nicht absehbar ist. Dies gilt für direkte Hirnschädigung z.

                                   Bsp. durch Unfall, Schlaganfall oder Entzündung ebenso

                                   für indirekte Gehirnschädigung z. Bsp. nach Wiederbelebung,

                                   Schock oder Lungenversagen. Es ist mir bewusst, dass in

                                   solchen Situationen die Fähigkeit zu Empfindungen erhalten

                                   sein kann und dass ein Aufwachen aus diesem Zustand nicht

                                   ganz sicher auszuschließen, aber unwahrscheinlich ist. Dieser

                                   Punkt betrifft nur Gehirnschädigungen mit dem Verlust der

                                   Fähigkeit, Einsichten zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen

                                   und mit  anderen Menschen in Kontakt zu treten. Es handelt

                                   sich dabei häufig um Zustände von Dauerbewusstlosigkeit oder

                                   um wachkomaähnliche Krankheitsbilder, die mit einem

                                   vollständigen oder weitgehenden Ausfall der

                                   Großhirnfunktionen einhergehen. Diese Patienten sind unfähig

                                   zu bewusstem Denken, zu gezielten Bewegungen oder zu

                                   Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, während

                                   lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Darm- oder

                                   Nierentätigkeit erhalten sind, wie auch möglicherweise die

                                   Fähigkeit zu Empfindungen. Wachkoma-Patienten sind

                                   bettlägerig, pflegebedürftig und müssen künstlich mit Nahrung

                                   und Flüssigkeit versorgt werden. In seltenen Fällen können

                                   sich auch bei Wachkoma-Patienten nach mehreren Jahren

                                   noch günstige Entwicklungen ergeben, die ein weitgehend

                                   eigenständiges Leben erlauben. Eine sichere Prognose, ob die

                                   betroffene Person zu diesen wenigen gehören wird oder zur

                                   Mehrzahl derer, die ihr Leben lang als Pflegefall betreut

                                   werden müssen, ist bisher nicht möglich.

                               

                                 - ich infolge eines weit fortgeschrittenen Hirnabbauprozesses (z.

                                   Bsp. bei Demenzerkrankung) auch mit ausdauernder

                                   Hilfestellung nicht mehr in der Lage bin, Nahrung, Flüssigkeit

                                   auf natürliche Weise zu mir zunehmen. Dieser Punkt betrifft

                                   Gehirnschädigungen infolge eines weit fortgeschrittenen

                                   Hirnabbauprozesses, wie sie am häufigsten bei

                                   Demenzerkrankungen (z. Bsp Alzheimer’sche Erkrankung)

                                   eintreten. Im Verlauf der Erkrankung werden die Patienten

                                   zunehmend unfähiger, Einsichten zu gewinnen und mit ihrer

                                   Umwelt verbal zu kommunizieren, während die Fähigkeit zu

                                   Empfindungen erhalten bleibt. Im Spätstadium  erkannt der

                                   Kranke nicht einmal mehr nahe Angehörige und ist schließlich

                                   auch nicht mehr in Lage, trotz Hilfestellung Nahrung und

                                   Flüssigkeit auf natürliche Weise zu sich zunehmen.

 

                                 - Eigene Beschreibung der Anwendungssituation:

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                                   Es sollten nur Situationen beschrieben werden, die mit einer

                                   Einwilligungsunfähigkeit einhergehen können.

 



 

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